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Lieber Besucher, ja es ist wahr. Laubegast hat eine eigene Brauerei. Eine kleine Hausbrauerei.  Am Donnerstag, den 6.März 2008 war es soweit und das erste Bier wurde angesetzt! Nach einer Reifezeit von 3 Wochen konnte am Donnerstag, den 28.März 2008 das erste, wirklich in Laubegast gebraute, Bier umgedrückt werden (umpumpen vom Lagertank in das Fass). Am Montag, den 7.April 2008 wurde das erste Laubegaster Hell & Dunkel in der lieblichen Kaschemme "Zum Gerücht" angestochen. Damit stand pünktlich  zu 600 Jahren Laubegast ein eigenes Laubegaster Bier zur Verfügung. Doch damit nicht genug. Am Montag, den 2.Juni 2008 wurde das erste Laubegaster rote Festbier gebraut und am 12.Julei 2008 wurde es verkostet. Und das war der 12.Juli 2008 im "Gerücht". Zum 6. Inselfest 2008 wurde dann nicht mehr verkostet sondern gleich richtig gesoffen. Leider war das ganze schöne Festbier schnell alle. Auch im Folgejahr ging es wieder ganz schnell und es jetzt immer pünktlich zum nächsten Inselfest wieder das leckere Rote. Prost! Am 13.12.2009 war der 1.Weinachtsbockbieranstich.  Und hier gibt es ein paar Bildileins von diesem, netten Abend.  Und weil das Bockbier sooooo gut geschmeckt hat gibt es ab sofort auch noch das Märzenbock. Pünktlich seit der Weinachtszeit 2008 gibt es das gute Laubegaster auch in der Flasche!Bei einer Termperatur von 4°C bis 7°C gelagert hält sich dieses Bier bis zu vier Wochen. Selbst nach fünf Wochen schmeckte dieses Bier noch hochwohlbekömmlichst!

Die Hausbrauerei Laubegast produziert in Teilen des ehemaligen Ballsaales des schon seit langem geschlossenen Balletablissementes "Zum goldenen Anker"an der Österreichert Straße 67 in 01279 Dresden am Kronstädter Platz. Dieser große Gasthof umfasste einst ein Areal beginnend an der Österreicher Straße bis hinunter zur Elbe wo er im Volksmund  "Kleiner Anker" genannt wurde, Pendant zum "Großen Anker" an der Österreicher Straße. Der Ballsaal wurde schon in den 30-ger Jahren zu einer Maschinen- und Kartonagenfabrik umgebaut. Es wurde damals eine große, massive Zwischendecke eingezogen, später kam noch ein Aufzug hinzu. Von seiner einstigen Schönheit ist heute leider nur noch eine große Treppe vorhanden und man kann im Obergeschoß noch gut die ehemalige Galerie erkennen. Sehr imposant ist auch der Dachboden über dem ehemaligen Saal.

goldener_anker1_Kopie.jpg (8154 Byte) In Teilen der ehemaligen Gaststätte "Goldener (großer) Anker" befindet sich heute die bekannte Klavierstube von William. Rechts hinten gut erkennbar der ehemalige Ballsaal in dessen Räumlichkeiten sich heute die Brauerei befindet.
goldener_anker2_Kopie.jpg (31694 Byte) Der "Kleine" Anker an der Elbe.

Unser obergäriges, unfiltriertes Bier ist noch so richtig handgemacht. Die Brauerei ist sozusagen eine Manufaktur (von lat. manus - Hand, lat. facere - erbauen, tun, machen, herstellen). Keine Computeranlagen steuern den Prozess, keine Roboter maischen oder spindeln. Das Malz wird vor Ort von uns selber geschrotet. In aller Regel wird zweimal in der Woche gebraut. Die restliche Zeit verbringen wir damit unser Bier zu verkosten und für gut zu befinden. Wärend der Verkostung kümmern wir uns natürlich auch um die restlichen Prozesse rund ums brauen. Da wir alles von Hand machen ist die Arbeit ziemlich Zeit intensiv. Das Bier will gepflegt sein. Ständig müssen Temperaturen und der Druck gemessen werden. Die Reinigung der Gerätschaften erfordert ganze Aufmerksamkeit denn schon ein kleiner Fehler kann zum Verlust eines ganzen Sudes führen.

Bevor es soweit war um  Bier zu brauen musste natürlich einiges getan werden. Die Räumlichkeiten waren vorgegeben, Heizung, Strom alles da. Nur das so wichtige Wasser musste noch herzu geleitet werden und die absoluten, oberste Priorität geniessenden, hygienischen Zustände mussten geschaffen werden. Nach einigen Wochen instensivster Arbeit war dies erledigt. Ein paar Bilder davon kann man hier sehen. Parallel dazu mussten natürlich auch so einige Behörden in Kenntnis gesetzt werden. Ganz wichtig dabei, neben dem Lebensmittelüberwachungsamt, der Zoll - denn Biersteuer muss sein. Mit allen Behörden bis auf eine (deren Namen an dieser Stelle besser verschwiegen bleibt) gab es eine sehr gute, schnelle und unbürokrtische Zusammenarbeit. Was für eine Freunde! Nachdem der "Bau" und auch die Behördenarbeit erledigt war konnte es mit der Einrichtung beginnen. Auch hierzu ein paar Bilder.

Am Donnerstag, den 6.März 2008 war es dann soweit. Das erste Bier wurde angesetzt. Eine neue Hausbrauerei, neue Anlage überhaupt alles neu - da geht es natürlich nicht so schnell. Nachdem die restliche Einrichtung gegen Mittag geliefert wurde konnte am Nachmittag mit dem Brauvorgang begonnen werden. Und dieser zog, zog sich hin bis ... glücklich und erschöpft verließen wir am nächsten Morgen gegen 6 Uhr das Gelände. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir also fast 24 Stunden durch gearbeitet. Oh wie schmeckte das (Fremd-)Bier aus dem Kühlschrank zu Hause als Einschlafgetränk!

Heute? Ist fast alles schon Routine. Spätestens Nachmittags macht der letzte das Licht aus. Der Produktionsprozess hat sich gefestigt, jetzt sind Verbesserungen das Thema und viel Spass bei der Arbeit. Auch steht der Punkt Qualitätssicherung an oberer Stelle. Da das Bier im Reifeprozess sehr stark von der Umgebungstemperatur abhängig ist gab es da noch so einiges zu lernen. Welche Temperaturen herrschen in den Räumlichkeiten im Winter, welche im Sommer. Wie wirkt sich die direkte Sonneneinstrahlung aus. Der Abverkauf der Bieres hat sich allen Widrigkeiten zum Trotz sehr gut enwickelt.

 

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Somit ist dies dann ein wirklich in Laubegast gebrautes Bier. Es ist dies übrigens nicht das erste mal das in Laubegast Bier gebraut wird. Vor gut 100 Jahren wurde auf dem Gelände der heutigen Schmiede von Herrn Kimmel auf der Steirischen Straße bereits Bier gebraut und am 1.Dezember 2007 konnte das erste selbst gebraute  Bier auf der Liehrstraße 2 verkostet werden. Bilder hierzu unter folgenden Links:

http://wiki.laubegast.info/index.php?&si&catid=5&subid=11

http://de.youtube.com/watch?v=foDJStgkuBU

Die Brauerei auf der Steirischen Straße gibt es nicht mehr und das Bier auf der Liehrstraße ist privat gebraut und kommt nicht zum Verkauf. Somit wurde es höchste Zeit das die Hausbrauerei Laubegast in Betrieb geht. Jetzt gibt es das leckere Bier in der lieblichen Kaschemme "Zum Gerücht"

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